Literatur//Texte&Recherchen

Wer sich, wie die Autorin, mit der Aufarbeitung der Geschichte des Senders Radio Bremen befasst hat, fragt sich eines Tages, welche Einflüsse auf das Programm ausgeübt wurden. Dass Politiker gerne ihre Meinungen in den Medien vertreten, ist verständlich. Allerdings sind negative Kommentare in denselben Medien ungern gesehen. Wir leben in einer Demokratie, in der jeder das Recht hat, seine Meinung zu vertreten. Bekannt ist ebenfalls, dass im Rundfunkrat alle relevanten Mitglieder das Recht haben zu kritisieren oder gar zu loben. Letzteres geschah in der 68er Zeit nicht mehr so häufig, und jungen Redakteuren wurde vorgeworfen, sie wären mit ihren politischen Ansichten fast bis Hanoi gekommen. Ein Bremer Senator verließ sogar wutschnaubend das Studio von "buten und binnen" nach einer für ihn unangenehmen Frage des Moderators. Es wehte bei Radio Bremen ein neuer Wind. Aber in den Medien ging es nicht nur um Selbstdarstellung, sondern auch um Neid. Gesehen und gehört zu werden, war ein Geschäft. Daran wollten sich viele beteiligen und die Karriereleiter erklimmen. Ihre Eindrücke hat Monika Götz-Bellmer nach über 40 Jahren Arbeit bei Radio Bremen in diesem Buch zusammengefasst.
(05. Januar 21)

In dem Film, in dem das Leben und die berufliche Karriere des Moderators und Sprechers Werner Reinke aufgezeichnet wurde, durfte ich ein paar Anekdoten aus der gemeinsamen Arbeit bei Radio Bremen beisteuern. Da Werner Reinke und ich vom Geburtsdatum nur ein Jahr auseinander sind, wuchsen wir beide in eine Generation hinein, die uns mit ähnlichen Lebensweisen konfrontierten und Erfahrungen in der Kindheit sammelten, die mit vielen Menschen desselben Alters kongruent sind.
Davon möchte ich den Lesern dieser Zeilen einen Eindruck vermitteln, was für nachfolgende Generationen schon Geschichte ist.
( erstellt 19. März 20)

Vom unterschiedlichen Verhalten der Menschen.
( erstellt 10. Sep. 18)

Neues Buch: "Seine Kamera war immer dabei"
Wer als Toningenieur von Radio Bremen im Hörfunk jahrzehntelang im Außendienst gearbeitet hat, konnte viel erleben. Das kann man von der technischen Seite sehen, aber auch von den Situationen über die berichtet wurden. Dazu gehörten dann ebenfalls die Menschen, die zu den Ereignissen interviewt wurden. Robert Friedrich war mit ganzem Herzen Techniker und begeisterter Hobbyfotograf. Sehr früh hatte ihn dieses Medium interessiert. Er besaß sogar eine Dunkelkammer, in der er seine Filme selber entwickelte und die Bilder vergrößerte. Wenn Sie Lust und Interesse haben, werfen Sie einen Blick auf Bilder, die Robert Friedrich während seiner langen Dienstzeit beim Rundfunk fotografiert hat, von deutschen und ausländischen Persönlichkeiten, von Politikern, Künstlern oder auch zufälligen Begegnungen, die er als Toningenieur erleben durfte. Es sind sogar stimmungsvolle Aufnahmen dabei, die ihn immer wieder beim erneuten Anblick faszinierten und ihn an seine Arbeit erinnerten.

Also, älter werden wir alle und unsere Vorfahren auch und dafür ist Pflege notwendig. Wer noch eine Mutter hat, sie hegt und pflegt, weiß an sich, was er zu leisten hat. Aber es gibt immer Menschen, die versuchen nahe Verwandte abzuzocken, wenn die Mutter oder der Vater ihnen vertraut und Vollmachten unterschreibt, die über ein Maß hinausgehen und keine Kontrolle erfolgt. Das sei heute fast normal, wurde mir berichtet, dass Betreuer sich am Konto oder dem Sparbuch der Betreuten bedienen. Dazu fiel mir das Folgendes ein: Mütterlein
( erstellt 1. Jun. 14)

Mehr zum Thema Betreuung: Zukunft alter Menschen
( erstellt 29. Jan. 18)

Manche Menschen werden, wenn sie den Test auf Feststellung von Demenz nicht bestehen, gerne an Betreuer weitergeleitet, die angeblich nur das Wohl des Einzelnen wollen, aber es hat sich ein Industriezweig daraus entwickelt mit katastrophalen Folgen für den Betreuten.
( erstellt 4. Dez. 14)

Es heißt so schön: Wer schreibt, bleibt. Seitdem es den Computer gibt und die vielen Möglichkeiten, damit zu kommunizieren und der klassische Briefverkehr dabei zwangsläufig abgelöst wurde, hat sich ein neues Kommunikationsverhalten entwickelt. Da die Sprache und das Sprachverhalten schon immer einem Wandel unterliegt, fragen sich Menschen, ob "Denglische" Ausdrücke wie "Moonlightshopping" oder "Coffee to go" nicht abgeschafft gehören. Es soll wieder in deutschen Worten beschrieben werden. Eine Vereinigung "Pro deutsche Sprache" würde gern die Welt anhalten und zurückdrehen wollen, was aber wohl zum Scheitern verurteilt ist. Mein Beitrag und Überlegungen zu diesem Thema.
( erstellt 29. Sept. 13)

Es gibt kaum etwas Schöneres, als den Frauen beim Sammeln von Erfahrungen behilflich zu sein als Mann...
Und von diesen Erfahrungen, die Frauen in der heutigen Zeit machen, wenn sie einen neuen Partner finden wollen in Zeitungen, bei Instituten und im Internet, will dieses Buch berichten. Damit Frauen nicht meinen, Natursektdating sei die schönste erotische Errungenschaft. Und wenn eine Frau mit weiblicher Ausstrahlung gesucht wird, nicht gerade Twiggymaße erwartet werden...
Der Verlag über das Buch:
Auf über 400 Seiten können Chats auszugsweise nachverfolgt, der Schriftwechsel mit skurrilen Partnervermittlern nachgelesen und die Schlußfolgerungen der Autorin nachvollzogen werden. Bissig, humorvoll, manchmal zynisch, sarkastisch und durchweg erfrischend-unterhaltsam - so könnte man das Literatur-Debüt der Bremerin zusammenfassen.
EXKLUSIV: Und es geht weiter mit Gockeln, frechen Stechern und anderen kleinen Wichten. Lesen Sie hier Fortsetzungen des Buches: That's Life ()

Nachdem Monika Götz-Bellmer innerhalb ihres Familienbuches die Vorfahren schon einmal beleuchtet hat, ist sie jetzt tiefer in die Geschichte der Vorfahren eingedrungen. Das Resultat: "Vom Kaiser der Nacht zum Fürsten. Die Familiengeschichte der Orloffs oder Arloffs" ( aktualisiert 04. Feb. 20 - Auszug).

Das dritte Buch von Monika Götz-Bellmer befasst sich mit der Entschlüsselung der Personen in Friedrich Schillers Der Geisterseher. Dieser Fortsetzungsroman war in damaligen Zeiten das, was man heute einen Bestseller nennt. Er wurde von der Leserschaft mit großem Interesse verschlungen. Bis jetzt rätseln Literaturforscher und Kenner der Materie, wer denn wohl in dem Buch gemeint sein könnte, in dem es um Magie, Geisterbeschwörung, Hellseherei, Alchemisten, ebenso wie um Logen und Metaphysik geht. Die Autorin hat in ihrem zweiten Buch, Sag mir, woher Du kommst, dann sag ich Dir, wer du bist, ihr bisheriges Leben und das der Vorfahren niedergeschrieben. Unter letzteren befanden sich russische Vorfahren, die unter und mit Katharina II. Karriere gemacht und einen Teil der damaligen russischen Politik mitbestimmt haben. Diese Kenntnisse über das Leben der Vorfahren versetzte sie in die Lage, als sie zufällig auf Schillers Geisterseher stieß, Personen, Zusammenhänge und die angedeuteten Ereignisse unter Berücksichtigung der Bücher seines ersten Verlegers Christian Friedrich Schwan zu entschlüsseln...:

Der Spruch "Weh dem, der lügt", hat viele Literaten beschäftigt und es wurden über dieses Thema erfolgreiche Theaterstücke, wie zum Beispiel von Franz Grillparzer, geschrieben. Aber wer sich als Einzelner mit dem Thema befassen muss, sieht sich eher nicht im Theater, obwohl Theatralik vorherrscht, sondern vor Gericht und findet nicht gerade, dass Richter Unabhängigkeit, Gerechtigkeit und Moral als oberstes Gebot ihres Berufsstandes empfinden. Solche Empfindungen sind ihnen in vielen Fällen fremd. Gegnerische Anwälte lügen, dass sich die Balken biegen und haben ziemlich kurze Drähte zu Richtern. In den alten Gerichtssälen in Bremen müssten demnach viele Balken nur noch krumm sein. Und was machen Sie, wenn sie vor Gericht stehen und ihr Recht bekommen wollen? Sie bekommen ein Urteil und keine Gerechtigkeit. Lesen Sie ruhig mal die Glosse meiner zehnjährigen Abhängigkeit von Richtern und in ihrem Fachgebiet ach so gebildeten Sachverständigen. Herr Baron von Münchhausen hätte seine Freude daran, Nachfolger gefunden zu haben: Monika und die dreizehn Zwerge
( aktualisiert 30. Dez. 09)

Weniger märchenhaft ist die Frage: Sind Sachverständige sachverständig und Richter unabhängig?
( aktualisiert 14. Jun. 10)

Ob Kriminalbeamte immer den richtigen Riecher haben, ist auch fraglich. Mein Resümee ist ein anderes.
( aktualisiert 15. Jan. 11)

Aber manchmal gibt es auch etwas zu lachen, wenn man diesen Bericht liest.
( aktualisiert 04. Jan. 17)

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Jochen Stoss, Dietram Köster, Cord Seebers, Marcus Lorenzcat, Hans Grötzsch, und meine Person, Monika Götz-Bellmer
Danksagung:
Mein Dank geht an Radio Bremen für die Freigabe von Teilen von Radiosendungen, die ich für Radio Bremen produzieren durfte. Unter dem angegebenen Link zu Radio Bremen finden Sie auch weitere Informationen über meine Mitarbeit und weitere Hörproben.